Der Tag der Erinnerung am 15. Mai 2011
Von einem Schlüter-Traktor gezogen und auf einem Anhänger festgezurrt, so kehrte der "letzte Förderwagen von 1981" wieder zur Stätte seines Wirkens zurück. In den dazwischenliegenden 30 Jahren hatte er zwar etwas Staub und Patina angesetzt, aber nun bekommt er wieder in den Zechenmauern auf der Hängebank seinen neuen Stellplatz zugewiesen.
Über 200 Gäste, darunter mehrere Knappenvereine, hörten zunächst die Reden von Günter Wagner als Fördervereinsvorsitzenden sowie Rainer Esskuchen, unserem Bürgermeister und dem Landtagsabgeortneten Norbert Römer.
Günter Wagner erinnerte an die Zeit, als für die Gemeinde Bönen plötzlich über 2000 Arbeitsplätze sowie der größte Gewerbesteuerzahler wegfielen. Er erinnerte aber auch an die vielen tödlichen Betriebsunfälle unter Tage, für die es nun eine Ehrentafel sowie das Kranichkunstwerk im Förderturm gibt. Rainer Eßkuchen führte die Kameradschaft innerhalb der Belegschaft an, die sich aus so vielen verschiedenen Ländern zusammensetzte. Norbert Römer schließlich sah in dem renovierten Förderturm und der ehrenamtlichen Schaffenskraft des Fördervereins und der Bürgerstiftung ein Symbol der gemeinsamen Kraft, die von jeher das Ruhrgebiet prägte.
Danach begaben sich alle Gäste nach draußen, um zu sehen wie die Ehrengäste, gemeinsam an einem Seil gezogen, das neue Schild "Alfred-Fischer- Platz" enthüllten. Dieses wurde von einem Wäschepuck, in dem Günter Wagner früher seine Arbeitskleidung zum Waschen "abwarf", bis zu diesem Zeitpunkt abgedeckt.
Nun fuhr Landwirt Poth mit seinem Trecker auf den Alfred-Fischer-Platz und brachte den Förderw
agen zur neu gepflasterten Terrasse vor dem Turm. Günter Wagner bedankte sich bei dem Landwirt, der ihn so lange beherbergte und bei Wilfried Leyer, der ihn vor der Verschrottung rettete.
Danach konnten die Gäste erstmals die von Jörn Bergmann zusammengestellten Fotos zur Geschichte der Schachtanlage sowie Alfred Fischers auf der Hängebank besichtigen. Und für einige wurde auch eine Führung über die 283 Stufen bis zur Fördermaschine ermöglicht.















